SPÖ Leobersdorf

Es braucht Glyphosatverbot auf nationaler Ebene

Nach dem gestrigen Beschluss der Europäischen Union, Glyphosat für weitere fünf Jahre zu erlauben, fordert SPÖ-Abgeordneter und Trumauer Bürgermeister Andreas Kollross eine nationale Lösung und die Trennung von Landwirtschafts- und Umweltministerium. „Es gibt keinen Grund, auf eine nationale Lösung zu verzichten, nur weil die Europäische Union eine falsche Entscheidung getroffen hat. Das Gebot der Stunde in Österreich kann jetzt nur lauten, ein Verbot von Glyphosat auf nationaler Ebene zu beschließen. Gleichzeitig ist es höchst an der Zeit, die Unsitte des gemeinsamen Ministeriums Landwirtschaft und Umwelt zu beenden. Die Landwirtschaft ist oftmals der größte Täter bei der Nichtbeachtung von Umweltschutz. Nur eine Trennung der beiden Ministerien bringt das Pendel, das oftmals in die falsche Richtung ausschlägt, wiederum ins Lot.“

„Ebenso höchst an der Zeit ist es, eine Langzeitstudie inklusive Insekten-Monitoring in Auftrag zu geben. Wie lange wollen wir noch vermuten anstatt zu wissen. Jeder Kleingärtner kann bestätigen, dass seit Jahren weniger Bienen und Insekten in den Gärten und Feldern zu finden sind. Es kann aber in Österreich nicht länger nur um gefühlte Interpretationen gehen, sondern es ist Zeit für handfeste Daten. Wir alle wissen, wie wichtig das Kleintier für die Vielfalt unserer Pflanzenwelt ist, oder um es mit dem Biologen E.O. Wilson zu sagen: ‚Es sind die Kleinsten, die unsere Welt am Laufen halten‘, schloss Kollross seine Ausführungen.